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STUDIENARBEITEN / ARCHIV WS99 I SS99 I WS98
AKTUELLES SEMESTER
THEMA:
Virtuelle Architektur manifestierte sich im Internet zuerst durch architektonische Begriffe wie City, Polis, Village, Highway, Gateway, Room, Home, Site, Plaza, Forum, Mall.
Was folgte, waren Bilder, die eine ins Digitale übertragene Architektur zeigen, z.B. Saloons, Häuser, Shopfronts, Stadtsilouetten.
Städteplaner wird interessieren, dass sich mittels Internet ein neuer Layer der Infrastruktur über unsere Städte legt, der nach einer Organisationsform sucht. Denn Erzählen, Kommunizieren und Austauschen von Informationen ist das grundlegende Element der Datennetze. An ihn werden alle Bewohner der Stadt Anschluss haben, was zu einer enormen Dichte an Internetadressen führen wird.
Sie sind phantastisch, phantasiert, phantome, traumhaft.
Sie leben von unserer Vorstellungskraft, unserem Einbildungsvermögen, unserem Assoziationsvermögen.
Dennoch beeinflussen sie sich gegenseitig und verhalten sich zueinander wie ein Objekt und sein Schatten.
Viele Städte werben mit ihrer Präsentation im Web. Nur: Was bieten sie dort überhaupt an? Wie sind sie zu finden? Sie sind in der Regel unvollständig.
Städte und Gemeinden müssen sich mehr und mehr um diesen Bereich kümmern, denn je normaler es wird, Online-Medien zu benutzen, umso mehr entgeht den Stadtbewohnern das Geschehen Ihrer direkten Umgebung, es sei denn, sie stoßen wieder darauf in ihrer digitalen Umgebung.
Noch sind die Inhalte nicht diskutiert, aber es zeichnen sich folgende Kriterien für ein solches Netz ab, das ich "Digitale Stadt" als Pendant zur "Realen Stadt" nennen möchte:
Die digitale Stadt muß vielschichtig und ganzheitlich sein.
Die digitale Stadt muss interaktiv sein, d.h. die Bewohner konsumieren nicht nur Informationen, sie erzeugen sie selbst, tauschen diese aus und diskutieren sie.
Die digitalen Städte werten die realen Städte auf und entlasten sie. Es wird eine neue Konkurrenz unter den Städten entstehen. Insofern ist das Layout, der Plan und dessen Umsetzung entscheidend.
Die digitalen Städte müssen gut benutzbar sein, d.h. sie brauchen Orientierungshilfen, gute "Straßen", klare Strukturen, müssen aber auch Identifikation für Ihre Bewohner bieten.
Die digitalen Städte werden digitalen/virtuellen Wohnraum enthalten.
Mit der räumlichen Darstellungsmöglichkeit des VRML findet ein neuer Schub statt.
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